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Züge von Abellio fahren ab dem 22.09.2018 auf einigen Strecken nach anderen Fahrplänen

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Züge von Abellio fahren ab dem 22.09.2018 auf einigen Strecken nach anderen Fahrplänen

  • Vornehmlich Strecken Halle – Weißenfels (RB 20), Erfurt – Eisenach (RB 20), Erfurt – Sömmerda (RB 59) und Jena – Großheringen (RB 24) betroffen
  • Strecke Halle – Lutherstadt Eisleben (RB 75) nur samstags und sonntags am frühen Morgen betroffen 

 

Halle (Saale), 20. September 2018

Ab Samstag, dem 22. September 2018, gelten auf einigen Linien von Abellio Rail Mitteldeutschland veränderte Fahrpläne. Betroffen davon sind Abschnitte der Linien RB 20 Halle – Weißenfels – Erfurt – Eisenach, RB 24 Großheringen – Jena-Göschwitz, RB 59 Erfurt – Sömmerda (– Sangerhausen) und RB 75 Halle – Lutherstadt Eisleben. Hier kommt es zu folgenden Änderungen:

RB 20, Abschnitt Erfurt Hbf. – Eisenach bzw. Gegenrichtung: montags bis freitags entfallen am Nachmittag drei Züge, die das Angebot auf dem genannten Abschnitt von einem Stundentakt auf einen Halbstundentakt verdichten. Zwischen Erfurt Hbf. und Gotha fährt Schienenersatzverkehr ohne Zwischenhalt. Fahrgäste von/zu allen anderen Stationen werden gebeten, den nachfolgenden Zug zu benutzen, da die Fahrzeit für Ersatzbusse zu lang wäre.

RB 20, Abschnitt Halle (Saale) Hbf. – Weißenfels bzw. Gegenrichtung: montags bis freitags von ca. 8 – ca. 16 Uhr sowie samstags und sonntags ganztägig fährt die Regionalbahn RB 20 auf dem Abschnitt Halle – Weißenfels nicht. Die ausfallenden Züge werden durch Schienenersatzverkehr ersetzt. Fahrgäste können zudem die parallel fahrenden Regionalexpresszüge RE 16 und RE 18 nutzen, die allerdings nicht auf allen Zwischenstationen halten.

RB 24, Großheringen – Jena-Göschwitz bzw. Gegenrichtung: samstags und sonntags entfällt die RB 24 in der Zeit von ca. 9 bis ca. 19 Uhr. Die ausfallenden Züge werden durch Schienenersatzverkehr ersetzt. Zudem können Fahrgäste auf der Relation Jena – Camburg den parallel fahrenden Regionalexpress SE 15 nutzen. 

RB 59, Abschnitt Erfurt Hbf. – Sömmerda bzw. Gegenrichtung: montags bis freitags entfallen am Nachmittag die Züge, die auf dem genannten Abschnitt den Stundentakt auf Halbstundentakt verdichten. Zwischen Erfurt Hbf. und Sömmerda fährt Schienenersatz-verkehr ohne Zwischenhalt. Fahrgäste von/zu allen anderen Stationen werden gebeten, den nachfolgenden Zug zu benutzen, da die Fahrzeit für Ersatzbusse zu lang wäre.

RB 75, Halle (Saale) Hbf. – Lutherstadt Eisleben: samstags und sonntags entfällt in den frühen Morgenstunden je eine Fahrt von Halle nach Eisleben bzw. umgekehrt. Die ausfallenden Züge werden durch Schienenersatzverkehr ersetzt. 

Die Änderungen gelten bis zum 08. Dezember 2018. Abellio will damit einen stabilen und planbaren Verkehr gewährleisten, obwohl derzeit nicht alle für den Linienbetrieb benötigten TriebfahrzeugführerInnen verfügbar sind. Hintergrund sind die Vorbereitungen auf die Betriebsaufnahme im Dieselnetz Sachsen-Anhalt, das Abellio am 9. Dezember 2018 übernimmt.  Dafür müssen die heutigen Abellio-TriebfahrzeugführerInnen auf  den neuen Fahrzeugen geschult werden und die Streckenkenntnis erlangen. Die Schulungen übernehmen ebenfalls Abellio-MitarbeiterInnen, die dafür freigestellt werden müssen. Allein dadurch fehlen tagtäglich ca. acht TriebfahrzeugführerInnen für den planmäßigen Betrieb. Außerdem müssen alle neuen KollegInnen geschult werden, auch wenn sie heute schon MitarbeiterInnen des Vorbetreibers sind.

Auch der allgemein vorherrschende Fachkräftemangel schlägt – genau wie bei vielen anderen Unternehmen – zu: Es ist Abellio leider nicht frühzeitig genug gelungen, genügend ausgebildete TriebfahrzeugführerInnen vom freien Markt einzustellen. Deshalb bildet Abellio derzeit Quereinsteiger in Eigenregie aus. Zur Zeit laufen vier Kurse mit insgesamt rund 50 neuen MitarbeiterInnen. Die ersten beiden Ausbildungskurse werden spätestens bis zum Fahrplanwechsel abgeschlossen, dann können die neuen Kollegen eingesetzt werden.

Alle genannten Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, vom Fahrplanwechsel im Dezember an wieder den kompletten Leistungsumfang anzubieten – sowohl auf den Strecken des Saale-Thüringen-Südharz-Netzes als auch im dann übernommenen Dieselnetz Sachsen-Anhalt.

Im Sommer gab es einen ähnlichen Engpass, dessen Ursachen neben dem damals gerade gestarteten Schulungsprogramm vor allem in einer angespannten Urlaubssituation begründet lagen. Ein abgespecktes Verkehrskonzept an Wochenenden und vor allem die überaus große Bereitschaft der Fahrpersonale zur Übernahme von Sonderschichten halfen bei der Begrenzung der Auswirkungen. Das Unternehmen bedankt sich an dieser Stelle nochmals bei seinem engagierten Personal.

Abellio bittet seine Fahrgäste um Entschuldigung und bedauert, dass es zu Erschwernissen und Unannehmlichkeiten kommt.