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Zwischen Männermacht und schönen Frauen – der Naumburger Dom

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Der Naumburger Dom ist Ursprungsort des evangelischen Bischofsamts und Heimstatt beeindruckender Frauengestalten. Wer den Naumburger Dom St. Peter und St. Paul betritt, sucht nicht zuerst nach Spuren der Reformation. Es ist die umwerfende Schönheit der Uta von Naumburg, eine steinerne Statue, von der hier eine besondere Anziehung ausgeht: laut dem Schriftsteller Umberto Eco die Frau in der Geschichte der Kunst, mit der er am liebsten essen gehen und einen Abend verbringen würde.

Auch ein Bildnis Luthers findet sich im Naumburger Dom, auf der ins Jahr 1466 datierten Kanzel. Was wie eine mittelalterliche Schnitzfigur anmutet, ist aber ein Werk der 1930er Jahre. Luther wurde hier als Stilimitat eingeschmuggelt, weil er einst selbst von dieser Kanzel in bedeutender Situation gepredigt hat: Am 20. Januar 1542 weihte er im Naumburger Dom seinen Weggefährten Nikolaus von Amsdorff zum ersten evangelischen Bischof der Geschichte.

 

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Der Naumburger Dom ist Ursprungsort des evangelischen Bischofsamts