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Zündfunken für Bildung – Pforta als Ort der Reformation

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Für das Entstehen der heutigen Internatsschule Pforta war die Reformation von größter Wichtigkeit, schließlich ermöglichte sie die Einrichtung einer Lehranstalt in den Klostergebäuden. Schülerinnen und Schüler lernen heute dort, wo früher Mönche arbeiteten und beteten.

Im Jahre 1540 wurde das Kloster Sankt Marien zu Pforte aufgelöst, drei Jahre später betraten die ersten Schüler den ehemaligen Klosterkomplex. Die Säkularisation des Klosters durch den evangelischen Herzog Heinrich von Sachsen hatte sich schon einige Jahre zuvor abgezeichnet. Heinrichs Vorgänger, Georg der Bärtige, war zwar ein strenger Katholik, bemängelte jedoch auch die miserablen Zustände in den Klöstern.

Nach der Schulgründung 1543 organisierte Magister Cyriakus Lindemann, ein Vetter Luthers, den Schulbetrieb als neuer Rektor. Das humanistische Bildungskonzept ist auch heute, nach fast 500 Jahren, das erklärte Ziel der Landesschule.

 

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Die Landesschule Pforta in den ehemaligen Klostergebäuden bei Bad Kösen