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Rückzug für neue Gedanken – der Kreuzgang im Augustinerkloster in Erfurt

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Am 17. Juli 1505 trat Martin Luther in das Augustinerkloster in Erfurt ein. Im Zuge der Reformation traten 1522 die meisten Mönche aus dem Kloster in Erfurt aus, 1559 wurde es vollständig säkularisiert. Das Kloster in Erfurt galt als besonders streng, die Mönche durften keinerlei eigenen Besitz haben. Der Orden der Augustiner war ein sogenannter Bettelorden. Mit Hilfe von Spenden und Ablassverkäufen wurde der Aufbau des Klosters von 1276 an finanziert. Eine wichtige Aufgabe des Klosters in Erfurt war die Ausbildung des theologischen Nachwuchses. In einem »Studium generale« wurden die Grundlagen der Seelsorge und der Theologie vermittelt.

Luther hatte sich mit dem Studium der Bibel besonders hervorgetan und übernahm 1512 die Bibelprofessur in Wittenberg. Im Zuge der Reformation verließen im Jahr 1522 die meisten Mönche das Kloster in Erfurt. Heute wird das Kloster als Bildungs- und Veranstaltungsstätte der evangelischen Kirche genutzt. Im Zentrum der Klosteranlage liegt der Kreuzgang. Er ist wieder zu einem Ort der Stille und Besinnung geworden.

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Der Kreuzgang im Augustinerkloster zu Erfurt ist ein Ort der Ruhe.