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Refugium und Hort der Bildung – der Innenhof des Collegium Jenense

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Glasfassaden und Beton bestimmen das Stadtbild am Fuße des Jentowers – bis man durch den Torbogen in der Kollegiengasse Nr. 10 läuft. Steintafeln hängen an den Wänden im Durchgang der alten Klosteranlage. Vor dem Besucher eröffnet sich ein ganz anderes Bild der Stadt. Blumenpolster hängen üppig aus massiven Steintrögen, in der Mitte plätschert ein Springbrunnen.

Das große Wappen an der Hauswand ist das der Ernestiner und gibt einen Hinweis auf die Bedeutung dieses Ortes: Hier liegt der Ursprung der Universität Jena. Kurz nachdem die Ernestiner von Kaiser Karl V. entmachtet und der Kurfürstenwürde beraubt worden waren und somit auch ihre bisherige Ausbildungsstätte, die Universität zu Wittenberg hergeben mussten, gründeten die Söhne des ehemaligen Kurfürsten 1548 hier eine »Höhere Landesschule« mit Namen Collegium Jenense. Nach ihrer Vertreibung aus Torgau hatten die Ernestiner ihre Residenz in Weimar, in der Nachbarstadt Jena sorgten sie für den weiteren Ausbau der Bildung.

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Wappen der Ernestiner im Innenhof des Collegium Jenense in Jena