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Kanzel der Zwei-Reiche-Lehre – die Stadtkirche in Weimar

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Die Stadtkirche St. Peter und Paul, im Volksmund Herderkirche genannt, ist eine der wesentlichen Wegmarken der Reformation. Hier und in der nicht mehr erhaltenen Schlosskirche predigte Martin Luther seine Obrigkeitslehre und Zwei-Reiche-Lehre maßgeblich von der Kanzel herab.

Mit dieser Lehre von der Obrigkeit trennte er im ausgehenden Mittelalter die damals noch enge Verknüpfung von weltlichem und göttlichem Reich. Er schlug damit einen Pflock ein mit dem Hinweisschild für die jeweiligen Herrscher – Adel und Klerus – sich entweder um die Wahrung der weltlichen Ordnung oder um die geistliche Ordnung zu kümmern, aber nicht um beides in Personalunion. Dies hatte weitreichende Folgen: die Entflechtung von Kirche und Staat, Papst und Kaiser.

Und noch etwas befindest sich in dieser Kirche, das sie von anderen abhebt: der Flügelaltar gestaltet von Lucas Cranach dem Jüngeren. Dort wandern die Reformatoren buchstäblich in das Bild hinein.

 

In der Stadtkirche in Weimar predigte Luther die Lehre der zwei Reiche