Sehenswürdigkeiten

Der Roland – die Freiheitsstatue von Erfurt

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Er steht nicht an erster Stelle der Erfurter Sehenswürdigkeiten: der Roland. Wenn sich der Erfurter aber verabredet, dann trifft er seine Verabredung nicht etwa an der Krämerbrücke, dem Dom oder sonst einer Hauptattraktion, sondern genau an jenem versteinerten Mann, der da so prunkvoll mitten auf dem Fischmarkt thront.

Seinen Ursprung findet der Roland in der Figur des Heiligen Martins, die im Jahr 1448 auf dem Fischmarkt stand. 1525 hielten in Erfurt die Ereignisse der Bauernkriege im Zuge der Reformation Einzug. Die Statue wurde als Zeichen gegen die Unterdrückung durch Adel und Klerus und auf Betreiben des Erfurter Rates niedergerissen. Im Jahr 1591 beauftragte der Rat der Stadt den ansässigen niederländischen Bildhauer Israel von Milla mit der Errichtung einer neuen Statue.

Die Renaissancefigur stellt einen von Kopf bis Fuß bewaffneten römischen Krieger dar, auf dessen Fahne und Schild ein Erfurter Wappen prangt. Der kriegerisch Gewappnete diente als Symbol der städtischen Freiheit und Unabhängigkeit.

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Der Roland auf dem Fischmarkt in Erfurt glänzt in neuem Gewand