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»Ah« und »Oh« vor Tübkes Weltbild im Panorama Museum

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Auf der obersten Stufe der Treppe im Bildsaal des Panorama Museums ereignet sich für viele Besucher etwas, das nur schwer in Worte zu fassen ist. Im Museum befindet sich das monumentale Werk des Künstlers Werner Tübke, das er im Auftrag der Regierung der damaligen DDR von 1983 bis 1987 auf 1.722 Quadratmetern auf die Leinwand des Bildsaals malte. »Frühbürgerliche Revolution in Deutschland« – so lautet der Titel für das Bild. Das führt in die Irre. Eine frühbürgerliche Revolution gab es in diesem Sinne nicht.

Geschichtlich nimmt das Bild Bezug auf die Bauernaufstände im 16. Jahrhundert zur Zeit der Reformation. Es ist aber kein reines Geschichtsbild. Werner Tübke stellte schon bei der Annahme des Auftrags klar, dass seine Arbeit über die rein historische Darstellung hinaus gehen würde. Und so sieht man heute über 3.000 Figuren und 75 Symbole in archetypischen Szenen der Menschheit. Der Betrachter taucht förmlich ein in die Szenerie, wird selbst ein Teil des Bildes. Jede der knapp einstündigen Führungen durch den Bildsaal ist deshalb anders.

© ZK MEDIEN (c) VG Bild-Kunst Bonn 2016 , scottyscout.com
Das monumentale Werk des Künstlers Werner Tübke im Panorama Museum