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Busunternehmen VM gibt Linien an Aufgabenträger zurück

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Verkehrsverträge im Landkreis Limburg-Weilburg und im Lahn-Dill-Kreis können neu ausgeschrieben werden / RMV: Qualität soll sich bessern

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), die Lokale Nahverkehrsgesellschaft Kreis Limburg-Weilburg und der Verkehrsverband Lahn-Dill haben sich gemeinsam mit dem Unternehmen VM Verkehrsgesellschaft Mittelhessen auf eine Vorgehensweise geeinigt, die den Bedürfnissen aller Partner Rechnung trägt:
Im Laufe des Jahres 2010 wird die VM ausgewählte Linien in den betroffenen Landkreisen an die Aufgabenträger zurück geben und damit eine Neuausschreibung der Linien möglich machen.
Bei der VM geht es nach dem Eigentümerwechsel an die niederländische NedRailways-Gruppe im Dezember 2008 darum, das Unternehmen zu stabilisieren und zu konsolidieren. „Die bei der VM gemachten Erfahrungen sind für unseren Busbereich sehr wichtig. Wir wollen unsere Tochterunternehmen stärken und effizienter gestalten, um weiterhin für den Wettbewerb fit zu bleiben“, äußert sich die VM-Sprecherin Barbara Schüler. Dies gelte insbesondere für die VM, denn unter anderem hatten übernommene Alt-Verträge früherer Eigentümer nicht die erwartete und für die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens benötigte Nachhaltigkeit. „Zum Beispiel hatten gestiegene Dieselpreise und Tariferhöhungen im Personalbereich in den letzten Jahre dazu geführt, dass unsere Qualitätsanforderungen auf dem vorgegebenen Preisniveau nicht gehalten werden konnten. In dieser Situation sind wir im Interesse unserer Fahrgäste dazu bereit, diese Verträge zurückzugeben und den Weg für Neuausschreibungen zu öffnen.“ Dennoch: „Hessen bleibt auch weiterhin für uns ein attraktiver Verkehrsmarkt“, so die VM-Pressesprecherin.
Knut Ringat, Sprecher der Geschäftsführung des RMV, dazu: „Wir sehen hier eine Chance, für unsere Fahrgäste die Qualität zu erreichen, die sie erwarten dürfen. Natürlich haben wir Verständnis für die Situation des Verkehrsunternehmens mit der damals neuen Konzernstruktur. Somit ist es gut, die Probleme aktiv anzupacken und dazu haben wir nun gemeinsam die Möglichkeit.“ Auch der Vorsitzende des Verkehrsverbundes Lahn Dill, Landrat Wolfgang Schuster und der Vorsitzende der Lokalen Nahverkehrsgesellschaft Limburg-Weilburg, Bürgermeister Hans-Peter Schick, zuständig für den Lahn- Dill-Kreis beziehungsweise den Landkreis Limburg-Weilburg, äußerten sich in dieser Richtung: „Wir sehen in der Auflösung der bestehenden Verträge eine Chance, den öffentlichen Personennahverkehr in der Region kommunal- und kundenfreundlicher zu gestalten.“ Die Rückgabe der Linienbündel geschieht nicht ad hoc, sondern wird im Laufe des Jahres 2010 erfolgen, um so Aufgabenträgern und Busunternehmen genug Zeit für eine ordnungsgerechte Abwicklung zu geben. So auch unter anderem für einen zwischen der VM-Geschäftsführung und dem Betriebsrat abgestimmten Prozessablauf.„Es ist uns wichtig, in dieser Situation flexibel gestaltete und sozialverträgliche Lösungen für die Mitarbeiter der VM zu erarbeiten“, so die Aussage von VM-Geschäftsführer Andreas Vetter.
Geplant ist die Rückgabe der ersten drei Linienbündel mit den Linien 281, 283, LM-11, LM-12, LM-13, LM-14, LM-19 und LM 33 zum 31. Juli 2010, so dass ein neuer Betreiber am 1. August den Betrieb aufnehmen kann. Die restlichen Linienbündel mit den Linien 120, 125, 200, 201, 202, 204, 205, 206, 289, 471, 472 sowie den Linien LM 15, LM 31, LM 32, LM45, LM 46, LM-51, LM-52, LM-55, LM-56, LM-57, LM 61, LM 62, LM 63, LM-64, LM 67 und LM-68 laufen dann am 11. Dezember 2010 aus. Ein neuer Betreiber könnte pünktlich zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2010 starten.

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Philipp Liebermann
Abellio Rail NRW GmbH
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