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Schienenbeauftragter der Bundesregierung Ferlemann im Gespräch mit Abellio-CEO Krenz

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Im Gespräch von Abellio-CEO Stephan Krenz mit Enak Ferlemann, Parl. Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister und Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr, wurden verschiedene Themen rund um die Eisenbahninfrastruktur diskutiert.

Nach Übergabe der Ergebnisse des Runden Tischs Baustellenmanagement an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer am 5. Juni 2018 sollen in der neu zu verhandelnden Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV III) zwischen Bund und DB AG Vereinbarungen für ein kapazitätsschonendes und kundenfreundliches Bauen vorgesehen werden. Der Bund will bis Ende 2018 ein Elektrifizierungsprogramm, das auch wichtige bisher nicht elektrifizierte Umfahrungstrassen umfasst, vorstellen. Bei schwach frequentierten, nicht elektrifizierten Nebenstrecken wird es darauf ankommen, einen weitgehend emissionsfreien Zugverkehr durch den Einsatz alternativer Antriebstechnologien, zum Beispiel Batterietriebwagen oder Triebwagen mit Brennstoffzellen, voranzutreiben. Hinsichtlich der Migration des europäischen Zugsicherungssystems ETCS müssen zunächst die Ergebnisse der vom Bund in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie abgewartet werden. Klar ist aber, dass man die europäischen Ausrüstungsverpflichtungen entlang der definierten, durch Deutschland führenden Eisenbahn-Korridore erfüllen wird. Enak Ferlemann sprach weiterhin davon, dass der Bund für mittelgroße Bahnhöfe ein Ertüchtigungs- und Modernisierungsprogramm auflegen möchte. Last but not least wieß Abellio-CEO und mofair-Präsident Stephan Krenz auf die hohe Bedeutung eines sicheren Eisenbahnverkehrs und die damit einhergehende direkte Verantwortung der DB Netz AG eindringlich hin.

Weiterhin wurde die Bahnverbindung zwischen Amsterdam und Berlin diskutiert. Hier wird durchaus Handlungsbedarf gesehen, um die Fahrtdauer von derzeit mehr als 6 Stunden fahrgastfreundlich zu verkürzen. Dies wird unter anderem durch verschiedene infrastrukturelle Maßnahmen sowohl in Deutschland und in den Niederlanden, sowie durch den Einsatz von leistungsfähigen Mehrsystemfahrzeugen und Sprinterzügen und die Reduzierung von wenig frequentierten Halten möglich werden. Auch wurde über den aktuellen Status zum Thema Deutschlandtakt berichtet. Die vom Bund beauftragte Machbarkeitsstudie zeigt, dass durch einen Deutschland-Takt bessere Umsteigemöglichkeiten, schnellere Verbindungen und oft eine Verkürzung der Reisezeiten möglich wird. Natürlich wird dazu eine leistungsfähige Bahninfrastruktur benötigt, zum Beispiel in Engpassbereichen. Der Zielfahrplan 2030+ soll im Herbst 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Abellio-CEO Stephan Krenz (l.) mit PSts Enak Ferlemann MdB in Berlin.