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12. Deutscher Nahverkehrstag in Koblenz

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Auf dem 12. Deutschen Nahverkehrstag in Koblenz sprach sich Abellio-CEO Stephan Krenz für eine integrierte Mobilitätsoffensive in Deutschland aus. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit den Spitzen der deutschen Nahverkehrsbranche erklärte der mofair-Präsident, dass ihm die Entwicklung an vielen Stellen viel zu langsam vorangehe. Es sei beispielsweise nicht nachvollziehbar, dass der Ticket-Vertrieb nicht nach fairen Konditionen für alle Marktteilnehmer geregelt werde. Wer Fahrscheine anerkenne, der müsse sie auch bundesweit verkaufen können. Krenz regte an, möglichst schnell eine integrierte App zu schaffen, mit der Fahrgäste den schnellsten oder günstigsten Weg bei der Reisekette Door-to-Door angeboten bekommen.

Der Deutschlandtakt habe das Potenzial, die Zukunftsstory schlechthin zu werden, die in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren den Branchenerfolg trage. Dazu müssten aber alle Player an einen Tisch, um die Grundvoraussetzungen für ein Gelingen dieser Vision zu schaffen. Die Zersplitterung der Branche sei ein großes Handicap auf dem Weg zum gemeinsamen Ziel. Mit Blick auf das Motto der Veranstaltung „Viele Teile – doch kein Ganzes?“, was durch ein Puzzle visualisiert wird, stellte Stephan Krenz die Frage, wer denn vor diesem Puzzle sitzt, um dieses zusammenzusetzen.

Krenz beantwortete die Frage gleich selbst und forderte eine zentrale  Koordinierungsstelle, um die vielfältigen Themen schnell und zielgerichtet zusammenzufügen. Diese Aufgabe könne nur der neue Beauftragte für den Schienenverkehr, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, übernehmen. Dieser Vorstoß von Krenz erhielt nicht nur die Zustimmung der Gesprächsrunde, sondern auch den Beifall der etwa 400 Zuhörer im großen Saal der Rhein-Mosel-Halle in Koblenz.

© Abellio
Passend zum Veranstaltungstitel "Viele Teile – doch kein Ganzes?“ erhielten die Teilnehmer der Diskussionsrunde ein Puzzle überreicht. 
© Abellio