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Erste Fahrt mit neuen Zügen im Niederrhein-Netz

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  • Abellio feiert Betriebsstart zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember

  • Mehr Verbindungen, mehr Züge, mehr Komfort für die Fahrgäste

Mit einer Sonderfahrt von Duisburg nach Wesel hat Abellio Rail NRW gestern die offizielle Betriebsaufnahme im neuen Niederrhein-Netz gefeiert. Zahlreiche Gäste hatten sich an Bord eingefunden, um den unmittelbar bevorstehenden Betriebsstart zu begehen. Pünktlich zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember, übernimmt Abellio die Linien RE 19, RB 32 und RB 35 von DB Regio NRW.

„Die erste Fahrt im neuen Netz mit den neuen Zügen ist für Abellio ein Meilenstein. Nach dreijähriger Vorbereitungs- und Mobilisierungsphase können wir uns nun auch am Niederrhein mit unseren hohen Qualitätszielen und dem Dreiklang aus Komfort, Pünktlichkeit und Sauberkeit für unsere Fahrgäste beweisen. Wir freuen uns, dass wir nun auch am Niederrhein zu mehr Qualität und Service auf der Schiene beitragen können. Die mehrfachen Auszeichnungen unserer Servicequalität, die wir von unseren Aufgabenträgern erhalten haben, sind für uns der Ansporn noch besser zu werden und das Qualitätsniveau für unsere Kunden nicht nur zu halten, sondern weiter auszubauen. Wir freuen uns auf die Herausforderung, auch im Niederrhein-Netz unsere Fahrgäste mit zuverlässiger Leistung zu überzeugen und sie pünktlich, komfortabel und sicher an ihr Ziel zu bringen. Und darüber hinaus,  das in uns gesetzte Vertrauen der Aufgabenträger, Tag für Tag zu erfüllen“, erklärt Ronald R. F. Lünser, Vorsitzender der Geschäftsführung von Abellio Rail NRW, zur Begrüßung am Bahnsteig in Duisburg.

Martin Husmann, Vorstandssprecher VRR, ergänzt: „Wenn Abellio im Dezember mit den neuen Fahrzeugen die Linien übernimmt, erwartet die Fahrgäste auch eine spürbare Verbesserung des Angebots. Dazu gehören sowohl die neuen und modernen Triebfahrzeuge, von denen wir heute einen positiven Eindruck bekommen haben, aber auch bessere Verbindungen und mehr Kapazitäten auf den Linien des Niederrhein-Netzes.“

Wie bereits bei früheren Betreiberwechseln begleitet der VRR den Prozess zwischen dem alten und dem neuen Betreiber und unterstützt dabei auch einen möglichen Personalwechsel zielgerichtet. Dazu Heinrich Brüggemann, Vorsitzender der Geschäftsleitung von DB Regio NRW: „Im Wettbewerb sind wir Konkurrenten aber auf der Schiene sind wir Partner. Daher ist es unser gemeinsamer Anspruch, für einen reibungslosen Betreiberwechsel im Sinne der Fahrgäste zu sorgen. Das Know-how der Mitarbeiter spielt dabei eine zentrale Rolle. Der nahtlose Übergang von Mitarbeitern vom bisherigen zum neuen Betreiber trägt erheblich dazu bei, dass das Niederrhein-Netz auch künftig hoch in der Gunst der Nahverkehrskunden stehen wird.“

Die Eröffnungsfahrt brachte zahlreiche Gäste im neuen Zug von Duisburg nach Wesel und zurück. Dabei konnten sie sich einen ersten Eindruck von den neuen Elektrotriebzügen vom Typ FLIRT der Stadler Pankow GmbH und einer Teilstrecke des neuen Netzes machen. Ulf Braker, Geschäftsführer von Stadler Pankow war einer der Gäste: „Es freut mich außerordentlich, an dem heutigen Tag der Eröffnungsfahrt beizuwohnen. Das Fahrzeugkonzept des FLIRTs überzeugt mich persönlich nach wie vor und das nicht nur aus der Sichtweise des Herstellers. Ich wünsche allzeit gute Fahrt und hoffe, dass die zukünftigen Kunden von Abellio Rail NRW ebenso begeistert sind vom Komfort und der Laufruhe, wie ich es bin.“ Abellio Rail NRW wird ab Sonntag, den 11. Dezember 2016, auf den Strecken der Linien RE 19, RB 32 und RB 35 des neuen Niederrhein-Netzes zwischen Bocholt, Emmerich, Düsseldorf, Mönchengladbach und Wesel unterwegs sein und 36 Bahnhöfe in dem 189 kilometerlangen Streckennetz anfahren. Auf den Linien RE 19 und RB 35 werden 20 neue Fahrzeuge vom Typ FLIRT eingesetzt. Die fünfteiligen Fahrzeuge sind klimatisiert, verfügen über stufenlose Einstiegsbereiche und über mehr Sitzplätze als die bisher eingesetzten Wagen. Damit sorgen die neuen Fahrzeuge für die Mobilität von rund 7 Millionen Pendlern in Nordrhein-Westfalen.

Die Verlängerung der Linie RE 19 von Emmerich über Zevenaar nach Arnhem wird nach Erhalt der erforderlichen Zulassung der Fahrzeuge für den niederländischen Bahnverkehr am 6. April 2017 in Betrieb genommen. Seit dem 1. August hat Abellio Rail NRW bereits einige Fahrten auf den künftigen Linien im sogenannten Vorlaufbetrieb übernommen, der ohne nennenswerte Störungen lief.

Auf der Linie RB 32 wird Abellio bis zur Fertigstellung der Elektrifizierung der Strecke von Wesel bis Bocholt im Bereich des Nahverkehrs Westfalen-Lippe (NWL) moderne Dieseltriebzüge vom Typ Alstom Coradia LINT einsetzen. „Damit wird das Reisen für mobilitätseingeschränkte Menschen durch einen möglichen Zustieg über eine im Zug mitgeführte Rampe und ein behindertengerecht gestaltetes WC sowie Mehrzweckbereiche mit Stellplätzen für  Rollstühle oder auch Kinderwagen bereits vor der geplanten Modernisierung der Stationen verbessert“ erklärt Dr. Hermann Paßlick, stellvertretender Verbandsvorsteher des NWL.

Zum Fahrplanwechsel wird das vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) entwickelte neue Linienkonzept am Niederrhein umgesetzt, welches deutliche Verbesserungen für die Fahrgäste aufweist: 

  • Täglich, und somit auch am Wochenende, zwei umsteigefreie Verbindungen pro Stunde zwischen Wesel und Düsseldorf mit der Linie RE 19 und der von DB Regio betriebenen Linie RE 5 (verkehrt künftig zwischen Koblenz und Wesel)

  • Stündliche Bedienung aller Halte zwischen Wesel und Emmerich durch die Linie RE 19

  • Kapazitätserhöhungen gegenüber dem heutigen Angebot auf den Linien RE 19 und RB 35

  • Einsatz von Neufahrzeugen auf den Linien RE 19 und RB 35

  • Stündliche grenzüberschreitende Verbindung im Nahverkehr von und nach Arnhem ab April 2017 zum VRR-Tarif

  • Nach Elektrifizierung der Strecke Bocholt – Wesel umsteigefreie Verbindung von Bocholt und Hamminkeln nach Duisburg und Düsseldorf (2019)

Bis zur Betriebsaufnahme des Niederrhein-Netzes hat Abellio etwa 85 Arbeitsplätze geschaffen und rund 15 Millionen Euro in den Bau eines neuen Bahnbetriebswerks in Duisburg investiert. Der Bau wurde vom VRR mit 3,7 Millionen Euro gefördert. Abellio hatte sich bei der Ausschreibung durchgesetzt und im Juni 2013 den Verkehrsvertrag gemeinsam mit dem VRR und der Provinz Gelderland in Emmerich unterzeichnet. Abellio hat die Fahrzeuge für den Betrieb des Netzes beschafft und dann an den Zweckverband VRR weiter veräußert. Der VRR wird Eigentümer der Fahrzeuge, übernimmt die Finanzierung und verpachtet diese wiederum für die Laufzeit des Verkehrsvertrages an den Betreiber.

Zur Betriebsaufnahme am 11. und 12. Dezember sind verschiedene Abellio-Promotionteams in den Zügen unterwegs, um die Fahrgäste mit Informationen zum neuen Betreiber, zu den Fahrplänen und dem neuen Netz zu versorgen.

Von links: Dirk Schnurbus (DB Regio NRW), Ronald R. F. Lünser (Abellio Rail NRW), Dr. Hermann Paßlick (NWL) und Martin Husmann (VRR) freuen sich, bei der ersten Fahrt mit dem neuen Fahrzeug im Niederrhein-Netz dabei zu sein.