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Baubeginn für das Abellio-Bahnbetriebswerk in Duisburg

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  • Neuer Betriebsstandort für das Niederrhein-Netz

Hagen/Duisburg, 14. März 2016

Die Abellio Rail NRW baut in der Nähe des Duisburger Hauptbahnhofs ein neues Bahnbetriebswerk für die Betriebsaufnahme des Niederrhein-Netzes im Dezember 2016. Heute starteten die Bauarbeiten mit einem symbolischen ersten Spatenstich in einem feierlichen Rahmen auf dem Gelände an der Karl-Lehr-Straße.  „Dies ist heute ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer erfolgreichen Betriebsaufnahme unserer neuen Linien im Dezember. Die Wahl dieses Standorts fiel auf Duisburg, weil die Stadt und der Hauptbahnhof ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt sind und besonders mit Blick auf das neue Netz strategisch günstig liegen“, erklärt Ronald R. F. Lünser, Geschäftsführer Abellio Rail NRW. „Wir rechnen mit einer Fertigstellung im Dezember, damit dann die ersten Züge pünktlich zur Betriebsaufnahme hier einfahren können.“

Für das gesamte Projekt bringt das Unternehmen eine Investition von etwa 15 Millionen Euro auf, die vom Aufgabenträger des neuen Netzes, dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), mit 3,7 Millionen Euro gefördert wird. Martin Husmann, Vorstandsvorsitzender des VRR: „Wir erwarten eine bestmögliche Einsatzfähigkeit der neuen Fahrzeuge, dafür bedarf es einer hochmodernen Werkstatt. Für das neue Netz, den Standort und einen attraktiven SPNV in NRW ist dieses Bauprojekt von großer Bedeutung, auch mit Blick auf die Erweiterbarkeit des Geländes.“ Auch der Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, Sören Link, blickt positiv auf die Planungen des Unternehmens: „Wir freuen uns sehr über die Entscheidung von Abellio, in den Standort Duisburg zu investieren und vor Ort Arbeitsplätze zu schaffen. Duisburg hat sich zum Ziel gesetzt, die Mobilität nachhaltig zu gestalten und den ÖPNV zu stärken. Gemeinsam können wir somit auch die Ziele des Landes unterstützen, mehr Personen von der Straße auf die Schiene zu bringen.“

Der neue Betriebsstandort
Am neuen Abellio-Standort entsteht auf einer Fläche von 5.000 Quadratmetern eine zweigleisige kombinierte Instandhaltungs- und Waschhalle mit einer Gesamtlänge von 105 Metern. Daneben werden ein dreigeschossiger Nebenwerkstätten-, Verwaltungs- und Sozialtrakt sowie ein Hochregallageranbau gebaut. Dort sollen die 21 neuen Elektrotriebzüge vom Typ Stadler FLIRT3 instandgehalten werden. Mit der Betriebsaufnahme der neuen Linien werden zunächst bis zu 15 neue Mitarbeiter am Standort Duisburg beschäftigt sein. Der Abschluss der Bauarbeiten auf dem Gelände ist für Dezember 2016 geplant. „Damit stellen wir, neben unserem Standort in Hagen, die zweite Betriebswerkstatt für die Instandhaltung der Abellio-Züge zur Verfügung“, erklärt Christian Tellkamp, verantwortlicher Projektleiter. Die Rückbau- und Abbrucharbeiten der alten Anlagen und Gebäude wurden im Februar abgeschlossen. Nach dem kürzlich erfolgten Start der Tiefbauarbeiten, beginnen ab April die weiteren Bauleistungen für den Hochbau.

Das neue Niederrhein-Netz

Die Abellio Rail NRW wird ab dem Fahrplanwechsel 2016/2017 zwischen dem niederländischen Arnheim und Düsseldorf sowie Wesel und Mönchengladbach 2,4 Millionen Zugkilometer pro Jahr auf den Linien RE 19 und RB 35 erbringen und im Jahr 7 Millionen Menschen bewegen. Für den länderübergreifenden Bahnbetrieb sind 21 neue Elektrotriebfahrzeuge FLIRT3 nötig, die aktuell noch in der Montage und Inbetriebsetzung sind. Sieben dieser Fahrzeuge müssen für den rund 20 kilometerlangen Abschnitt zwischen Emmerich und Arnheim „mehrsystemfähig“ sein, das heißt sie müssen sowohl mit drei Zugsicherungssystemen als auch drei Stromsystemen arbeiten können. Zusätzlich wird die Linie RB 32 von Wesel nach Bocholt in das Netz aufgenommen, die ab Dezember 2016 dann ebenfalls von Abellio mit Fahrzeugen vom Typ Alstom Coradia LINT gefahren wird. Spätestens ab 2019 soll auch diese Strecke mit Elektrotriebzügen betrieben und in die Linie RE 19 per Flügelkonzept eingebunden werden. Insgesamt wird Abellio dann eine Leistung von 2,7 Millionen Zugkilometern pro Jahr im Niederrhein-Netz erbringen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir bald erstmals länderübergreifenden Verkehr in die Niederlande anbieten können und damit das Verkehrsangebot für Fahrgäste aus beiden Ländern erheblich verbessern. Das zukünftige Streckennetz hat zusätzlich auch noch eine wichtige Zubringerfunktion für die Linien des Rhein-Ruhr-Express (RRX), der ab 2018 im Vorlaufbetrieb fahren wird. So gelangen auch die Fahrgäste aus den Niederlanden auf schnellem Weg in die Ballungsgebiete an Rhein und Ruhr“, resümiert Ronald R. F. Lünser. „Und dass wir dabei auch noch viele Arbeitsplätze in der Region schaffen, rundet für uns dieses erfolgversprechende Projekt ab.“

Rückfragen bitte an:

Anamaria Preuss                                         
Abellio Rail NRW GmbH                                         
Pressesprecherin                                        
T 02331 93323 463                                      
E a [dot] preuss [at] abellio [dot] de

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Von links: Frank Schiller (Abellio Rail NRW), Sören Link (Stadt Duisburg), Martin Husmann (VRR), Carsten Scherf und Ronald R. F. Lünser (beide Abellio Rail NRW) überreichen Bauleiter Jovan Pencic die Zeitkapsel für die Grundsteinlegung. 
Von links: Frank Schiller, Carsten Scherf (beide Abellio Rail NRW), Sören Link (Stadt Duisburg), Martin Husmann (VRR) und Ronald R. F. Lünser (Abellio Rail NRW) vollziehen den symbolischen Spatenstich. 
Von links: Frank Schiller, Carsten Scherf (beide Abellio Rail NRW), Sören Link (Stadt Duisburg), Martin Husmann (VRR) und Ronald R. F. Lünser (Abellio Rail NRW) präsentieren den Spaten zum feierlichen Baubeginn.