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Abellio bereitet sich auf niederländischen Eisenbahnbetrieb vor

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  • Unterzeichnung der erforderlichen Dokumente
  • Geschäftsführung stellt sich im Rathaus in Arnhem vor

Abellio Rail NRW wird ab 11. Dezember die Linien RE 19, RB 32 und RB 35 im sogenannten Niederrhein-Netz übernehmen und voraussichtlich ab 6. April 2017 die Linie RE 19 auch bis nach Arnhem fahren. Für den grenzüberschreitenden Verkehr von Emmerich über Zevenaar bis nach Arnhem unterzeichnete das nordrhein-westfälische Bahnunternehmen am Montag  den notwendigen Vertrag gemeinsam mit dem niederländischen Infrastrukturbetreiber ProRail und erhielt die Sicherheitsbescheinigung Teil B vom niederländischen Eisenbahnbundesamt Inspectie Leefomgeving & Transport (IL&T).

In den Räumen am Bahnhof Arnhem setzten für Abellio Rail NRW Ronald R. F. Lünser, und für ProRail, das niederländische Pendant zur DB Netz AG, Wouter van Dijk, ihre Unterschrift unter die sogenannte „Toegangsovereenkomst“. Dieser in Deutschland genannte Infrastruktur-Nutzungsvertrag ermächtigt Abellio Rail NRW grundsätzlich, die niederländische Schieneninfrastruktur zu befahren und an niederländischen Bahnhöfen zu halten. „Diese Vereinbarung ist die Voraussetzung dafür, dass wir Eisenbahnbetrieb in den Niederlanden realisieren dürfen. Sie nun in den Händen zu halten, ist für uns ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer erfolgreichen Betriebsaufnahme und macht mich heute schon stolz“, erklärt Ronald R. F. Lünser. „Ich freue mich sehr, dass wir in naher Zukunft die Verbindung zwischen dem Rhein-Ruhr-Ballungsraum und der Provinz Gelderland in den Niederlanden unseren Fahrgästen anbieten können.“

Die Sicherheitsbescheinigung Teil B für die Niederlande erhielt das Unternehmen ebenfalls am Montag mit der Post. Demzufolge ist Abellio Rail NRW nun berechtigt, in den Niederlanden Schienenpersonennahverkehr zu betreiben. Dieses Zertifikat wird vom niederländischen Eisenbahnbundesamt Inspectie Leefomgeving & Transport (IL&T) ausgestellt und stellt sicher, dass ein genehmigtes Sicherheitsmanagementsystem für den Eisenbahnbetrieb in den Niederlanden vorliegt.

Im Rahmen eines offiziellen Besuchs beim Dezernat für Mobilität des Bürgermeisters von Arnhem, Herman Kaiser, stellte Ronald R. F. Lünser sein Unternehmen und die künftigen Leistungen im Niederrhein-Netz vor. Alle Beteiligten waren sich einig: „Diese Verbindung zwischen Nordrhein-Westfalen und Arnhem schlägt eine Brücke für die deutsch-niederländischen Wirtschaftsbeziehungen und bereichert das Tourismus- und Freizeitangebot. Die Menschen in den umliegenden Regionen mussten auf diese Erweiterung des Verkehrsangebots lange warten und dass wir es nun zum Nahverkehrstarif realisieren können, begeistert uns alle sehr.“

Das neue Niederrhein-Netz

Abellio Rail NRW wird ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2016 zwischen Emmerich bzw. Wesel und Düsseldorf bzw. Mönchengladbach etwa 7 Millionen Menschen pro Jahr auf den Linien RE 19 und RB 35 bewegen. Die geplante Verlängerung der Linie RE 19 von Emmerich über Zevenaar nach Arnhem soll nach Erhalt der erforderlichen Zulassung der Fahrzeuge für den niederländischen Bahnverkehr voraussichtlich am Donnerstag, 6. April 2017, in Betrieb genommen werden. Zusätzlich wird die Linie RB 32 von Wesel nach Bocholt in das Netz aufgenommen, die ab Dezember 2016 dann ebenfalls von Abellio mit Fahrzeugen vom Typ Alstom Coradia LINT gefahren wird. Spätestens ab 2019 soll auch diese Strecke mit Elektrotriebzügen betrieben und in die Linie RE 19 per Flügelkonzept eingebunden werden. Insgesamt wird Abellio dann eine Leistung von 2,7 Millionen Zugkilometern pro Jahr im Niederrhein-Netz erbringen. Für das Niederrhein-Netz baut Abellio derzeit ein neues Bahnbetriebswerk in Duisburg in der Nähe des Hauptbahnhofs.

Ronald R. F. Lünser (links), Vorsitzender der Geschäftsführung von Abellio Rail NRW, und Wouter van Dijk, Geschäftsführer von ProRail, unterzeichnen den Infrastruktur-Nutzungsvertrag in Arnhem. 
: Jeroen Wolff (von links), Projektmanager Abellio Rail NRW, René van Bezooijen, Accountmanager ProRail und Wouter van Dijk, Geschäftsführer Pro Rail, sowie Ronald R. F. Lünser, Geschäftsführer Abellio Rail NRW, mit dem frisch unterzeichneten Vertrag