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Mobilität mit modernen Fahrzeugen: Alstom und Abellio Rail Mitteldeutschland präsentieren Coradia Lint-Fahrzeug für das Dieselnetz Sachsen-Anhalt

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  • Rund 40 interessierte Gäste besichtigen das Fahrzeug und unternehmen eine erste Probefahrt
  • Insgesamt werden 54 Coradia Lint 41-Triebwagen für das Dieselnetz Sachsen-Anhalt (DISA) produziert

Halle (Saale)/Salzgitter, 22.11.2017

Der Schienenfahrzeughersteller Alstom baut 54 Fahrzeuge vom Typ Coradia Lint 41 für das Dieselnetz Sachsen-Anhalt, das ab Dezember 2018 von der Abellio Rail Mitteldeutschland GmbH betrieben wird. Eines der bereits fertig gestellten Fahrzeuge wurde in den heutigen Mittagsstunden im Alstom-Werksgelände in Salzgitter präsentiert. Die rund 40 anwesenden Gäste konnten das Fahrzeug nicht nur besichtigen, sondern auch eine erste Probefahrt im Werksgelände mit ihm unternehmen.

„Dies war eine gute Gelegenheit, die neuen Fahrzeuge schon mal zu testen. Ich bin sehr angetan von deren Qualität und dem Komfort für die Fahrgäste“ zeigte sich Rüdiger Malter, Geschäftsführer der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA), beeindruckt vom Fahrzeug. „Der Besuch heute bei Alstom vermittelt den Eindruck, dass wir auf einem guten Weg sind und die neue Abellio-Flotte im Dezember 2018 pünktlich und vertragsgemäß starten kann.“ 

Hennig Brandes, Verbandsdirektor des Regionalverbandes Großraum Braunschweig, sagte: „Für die Region Braunschweig verbinden die neuen und modernen Abellio-Fahrzeuge ab Dezember 2018 Wolfsburg und Goslar mit dem Land Sachsen-Anhalt. Besonders der kostenlose Einsatz von WLAN ist für die Fahrgäste ein zusätzlicher Service und ergänzt das vorhandene WLAN-Netz in unserer Region.“

„Mit der modernen technischen Ausstattung der Triebwagen bieten wir unseren Fahrgästen im Dieselnetz Sachsen-Anhalt die gleiche Fahrzeugqualität, die unsere Kunden im Elektronetz Saale-Thüringen-Südharz seit fast zwei Jahren schätzen“,  lobt auch der Vorsitzende der Geschäftsführung von Abellio Rail Mitteldeutschland Dr. Roman Müller den Komfort der Fahrzeuge.

Dr. Jörg Nikutta, Sprecher der Geschäftsführung Deutschland & Österreich für Alstom, ergänzte „Wir freuen uns, dass die bewährten Coradia Lint Regionalzüge von Alstom demnächst in Sachsen-Anhalt die Fahrt aufnehmen. Besonders der Fahrgastkomfort und die innovativen Licht-Konzepte wurde auf der heutigen Testfahrt von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in den Vordergrund gestellt.“

Der Coradia Lint 41 ist ein verbrauchsarmer Dieseltriebzug, der bei hoher Beschleunigungsrate eine Geschwindigkeit von maximal 140 km/h erreicht.  Die zweiteiligen Züge verfügen über  110 Sitz- und 120 Stehplätze und sind auch für mobilitätseingeschränkte Personen zugänglich: Sie sind vom Bahnsteig leicht erreichbar, weisen barrierefreie Toiletten auf und bieten Platz für Rollstühle. Sie zeichnen sich durch eine komfortable, großzügige Sitzanordnung aus – mit Tischen für Laptops an der Mehrzahl der Sitze. Im Zug wird ein innovatives Lichtkonzept eingeführt, das u. a. auch die Trittstufen im Fahrzeug direkt beleuchtet. Zudem sind die Züge mit Fahrgastinformationsmonitoren für statische und dynamische Informationen sowie  WLAN-Funktionalität ausgestattet. In jedem Fahrzeug gibt es einen Fahrkartenautomaten, genügend Abstellfläche für bis zu 9 Fahrräder und Videoaufzeichnung zur Gewährleistung einer zeitgemäßen Fahrgastsicherheit.

Finanziert werden die Triebwagen auf Basis des Verkehrsvertrages für die Zugleistungen im Dieselnetz Sachsen-Anhalt, für den das Land Sachsen-Anhalt, der Freistaat Thüringen und der Regionalverband Großraum Braunschweig die entsprechenden Mittel bereitstellen. Eigentümer der Fahrzeuge und Leasinggeber gegenüber Abellio Rail Mitteldeutschland ist NS Financial Services Company (NSFSC).

Der Auftrag über die Produktion der 54 Fahrzeuge für das DISA-Netz ist der größte, den jemals ein Einzelkunde für den Coradia Lint 41 erteilt hat. Der Coradia Lint gehört zu  Alstoms Coradia-Reihe modularer Züge, die von mehr als 30 Jahren Erfahrung und erprobten technischen Lösungen profitieren. Es wurden bereits mehr als 2.200 Coradia Züge verkauft und gegenwärtig verkehren 1.900 davon in Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Portugal, Spanien, Schweden und Kanada.

Das heute präsentierte Fahrzeug im Alstom-Werksgelände in Salzgitter 
Abellio-Geschäftsführer Dr. Roman Müller (l.) mit Vertretern der Aufgabenträger-Organisationen.