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Regierungspräsidium Karlsruhe erteilt Abellio die Genehmigung zum Bau des Bahnbetriebswerkes in Pforzheim

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  • Planfeststellungsbeschluss für Werkstattkomplex zur Wartung von Zügen im Stuttgarter Netz/Neckartal übergeben
  • Minister Hermann: „Gute Nachricht für Fahrgäste und Pforzheim!“
  • Qualifizierte Mechatroniker und Elektroniker für Werkstattteam werden gesucht

 

Stuttgart, 30. August 2018

Die Abellio Rail Baden-Württemberg GmbH, der künftige Betreiber des Stuttgarter Netzes/ Neckartal, kann  mit den Baumaßnahmen für sein Bahnbetriebswerk in Pforzheim beginnen. Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat den dafür erforderlichen Planfeststellungsbeschluss erlassen und somit die rechtliche Grundlage für die Errichtung und den Betrieb der moder­nen Werkstattanlage geschaffen. Im künftigen Werkstattkomplex, nahe des Pforzheimer Hauptbahnhofes, wird Abellio die insgesamt 52 brandneuen Triebfahrzeuge seiner Baden-Württemberg-Flotte warten und instand halten.

„Wir freuen uns sehr, dass der Planfeststellungsbeschluss nun vorliegt und es losgehen kann. Wir danken allen am Verfahren beteiligten Institutionen für ihre Unterstützung. Zu nennen sind das Regierungspräsidium Karlsruhe und die Stadt Pforzheim, die den Abschluss des Plan­feststellungsverfahrens in dieser Form ermöglichten. Dank geht auch an das Ver­kehrs­ministerium Baden-Württemberg, für seine beratende Unterstützung“, sagte Dr. Roman Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung der Abellio Rail Baden-Württemberg GmbH.

“Dass Abellio jetzt das Baurecht für seine Werkstatt erhalten hat ist eine gute Nachricht. Einerseits für die Fahrgäste, denn das bedeutet, dass die neuen Elektrotriebwagen hier zuverlässig gewartet werden können. Zum anderen ist es ein positives Signal für den Wirt­schaftsstandort Pforzheim. Es werden hier 50 langfristig sichere Arbeitsplätze entstehen. Es gilt jetzt, die Werkstatt zügig fertig zu stellen, da die erste Stufe des Stuttgarter Netzes be­reits im Juni 2019 in Betrieb geht“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann.

Der Planfeststellungsbeschluss genehmigt den Bau der modernen Werkstatthalle mit Dach­arbeitsstand sowie Hebevorrichtungen für Triebfahrzeuge. Außerdem sind im angren­zenden Anbau Lagerflächen sowie Büro- und Sozialräume für das Werkstattpersonal vor­gesehen.

„Die Verfahrensdauer von nur knapp zehn Monaten zeigt einmal mehr, dass auch in der heutigen Zeit Infrastrukturvorhaben zügig vorangetrieben werden können“, sagte eine Sprecherin des Regierungspräsidiums. „Wichtigste Voraussetzungen dafür seien Trans­parenz, ein überzeugendes Konzept und die rechtzeitige Einbindung der regionalen Akteure.“

„Das Bahnbetriebswerk auf dem neuesten Stand der Technik bietet unseren Mitarbeitern ide­ale Arbeitsbedingungen für die Wartung und Instandhaltung der Zug-Flotte für das Stutt­garter Netz/Neckartal“, so Dr. Müller. „Zur Verstärkung unseres Werkstattteams suchen wir langfristig noch qualifizierte Mechatroniker und Elektroniker für unsere inzwischen 52 Elek­trotriebzüge. Auch Quereinsteiger und Fachkräfte aus anderen Branchen finden bei uns eine berufliche Zukunft auf tarifvertraglicher Basis. Wir  bieten eine fachspezifische Weiterbildung in der Eisenbahntechnik an“, erklärte Dr. Müller. Mit der Errichtung der Werkstattanlage schafft Abellio rund 50 langfristig sichere Arbeits­plätze für die Menschen in der Region Nord­schwarzwald. Darüber hinaus investiert das Bahnunternehmen rund 17 Millionen Euro in das Bauvorhaben  ̶  die der lokalen Wirtschaft zu Gute kommen.

„Wir freuen uns sehr, dass dieses wichtige Projekt jetzt erfolgreich zum Abschluss gebracht werden konnte, nach einem insgesamt doch recht aufwendigen Verfahren und großen An­strengungen aller Beteiligten“, so der zuständige Erste Bürgermeister Dirk Büscher. „Ich bin fest davon überzeugt, dass sich das neue Werk zu einem zentralen Baustein des öffentlichen Personennahverkehrs entwickeln wird.“ Er danke allen beteiligten Ämtern der Stadtverwal­tung, dem Regierungspräsidium Karlsruhe und der Firma Abellio für die sehr gute und kon­struktive Zusammenarbeit.

Als Oberzentrum der Region Nordschwarzwald stelle Pforzheim auch im Schienennetz einen wichtigen Knotenpunkt zwischen der Landeshauptstadt Stuttgart und der Technologieregion Karlsruhe dar, so Büscher. Das neue Bahnbetriebswerk werde die bestehende Infrastruktur weiter verbessern und um eine wichtige Komponente ergänzen, gleichzeitig seien auch die wirtschafts- und arbeitsmarktrelevanten Effekte einer solchen Betriebsansiedlung sehr er­freulich.

Die vorbereitenden Maßnahmen auf dem 21 Hektar großen Werkstattgelände nahe der Un­teren Wilferdinger Straße sind beendet. Die erforderlichen Bauleistungen wurden parallel ausgeschrieben und können nun kurzfristig vergeben werden. Eine Fertigstellung des Bahn­betriebswerkes strebt Abellio vor der ersten Betriebsaufnahmestufe im Stuttgarter Netz Mitte 2019 an.