Verkehrsgesellschaft Werner prüft ADAC-Ergebnisse 

ADAC-Schulbustest in Südhessen betrifft Buslinie Langwaden - Bensheim

Im aktuellen ADAC-Schulbustest wurde auch die Schulbuslinie 676 der Verkehrsgesellschaft Werner auf der Hinfahrt von Langwaden Gemeinschaftshaus nach Bensheim, Geschwister-Scholl-Schule Berliner Ring, und auf der Rückfahrt von Bensheim Bahnhof nach Langwaden Gemeinschaftshaus geprüft und beurteilt.

Einige Kritikpunkte des ADAC betreffen das Verkehrsunternehmen nicht direkt und können von dort auch nicht geändert werden, wie z.B. die Lage von Haltestellen oder deren Namens- und Beschilderungsänderungen.

Hinweise auf Drängeln, Lautstärke oder das Verhalten der Schüler im Fahrzeugraum sind ebenfalls nur schwer vom Fahrer zu beeinflussen. Um das Verhalten der jungen Fahrgäste jedoch positiv zu beeinflussen, engagiert sich die Verkehrsgesellschaft Werner bereits und unterstützt die Polizeibeamten der Jungendverkehrsschule Kreis Bergstraße bei dem Projekt „Schulwegbegleiter“. Noch im April diesen Jahres wurde Jugendlichen auf dem ADAC-Gelände in Bensheim gezeigt, wie sie sich richtig und sicher in den Schulbussen verhalten. Eine Zusammenarbeit, die fortgeführt wird.

Den weiteren Kritikpunkten des ADAC möchte Werner auf jeden Fall nachgehen und die Testfahrt darauf hin überprüfen. Doch der Automobilclub hat sich seit der morgendlichen Anfrage per Telefon und E-Mail nicht geäußert.

„Wie auch im Vorjahr haben wir vom ADAC keine Informationen darüber erhalten, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit der Test stattgefunden hat,“ so  Burkhard Perlich, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Werner. „Konstruktive Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten sind für ein Verkehrsunternehmen immer wichtig. Wenn es Schwachstellen gibt, wollen und werden wir uns darum kümmern!“ Doch unverständlicherweise fehlt hier die Unterstützung des ADAC. „Wir benötigen detaillierte und nachvollziehbare Informationen. Wo sollen wir im Unternehmen ansetzen, wenn wir weder das Fahrzeug, den Fahrer oder die Tachoscheibe bestimmen können? Es kann doch nicht im Sinne des ADAC und der Fahrgäste sein, zwar vermeintliche Schwachstellen aufzuweisen, die dann aber nicht nach verfolgt und abgestellt werden können,“ wundert sich der Werner-Geschäftsführer.

Hier die Ergebnisse im Einzelnen mit Stellungnahme der Verkehrsgesellschaft Werner:

Stärken:

Positive Bewertung ADAC
-  Bei der Hinfahrt Test-Haltestelle mit genügend Platz in der Nähe der Schule 
- Bus pünktlich und nicht überfüllt 
- Kein Gedränge beim Aussteigen 
- Bei der Hinfahrt geringer Lärmpegel im Bus 
- Busfahrer freundlich und mit guten Kenntnissen des Fahrzeugs  
 
Schwächen:
Kritik ADAC Stellungnahme Werner
  Bei der Rückfahrt Test-Haltestelle mehr als 500 Meter von der Schule entfernt Auf die Haltestellenplanung hat Werner als Verkehrsunternehmen keinen direkten Einfluss.Zur 5. und 6. Schulstunde zum Schulschluss wird die Geschwister-Scholl-Schule direkt angefahren.
  Bei der Rückfahrt Test-Haltestelle an stark frequentiertem Busbahnhof, Warteflächen zu klein, Schüler standen auch auf der Fahrbahn. Die Gestaltung des Busbahnhofs ist festgelegt. Die Busfahrer fahren jede Haltestelle sorgsam und mit hoher Vorsicht an.
   Keine Übereinstimmung der Haltestelle-Namen vor Ort und im Fahrplan Namensänderungen von Haltestellen und eine neue Beschilderung vor Ort werden von der jeweiligen Stadt/Gemeinde durchgeführt.
  Bei der Hinfahrt kein Wartehäuschen/ Überdachung an der Test-Haltestelle Auch hier hat das Verkehrsunternehmen keinen direkten Einfluss; sollte jedoch die Haltestelle Langwaden Gemeinschaftshaus gemeint sein, ist diese mit  einem großen Wartehäuschen ausgestattet
  Gedränge beim Einsteigen  Schüler sind häufig in Ihrem verhalten ungestüm. Hier versucht der Fahrer beschwichtigend auf die Drängler einzuwirken, hat aber keinen direkten Einfluss. Hier können jedoch die von den Schulen eingesetzten Schulwegbegleiter die Schulkollegen positiv beeinflussen.
Schüler standen im Bereich der Türen; bei der Rückfahrt saßen Schüler auf Geländern Der Fahrer kann hier an die Schüler appellieren, sich beim Einstieg ordnungsgemäß im Fahrgastraum zu verhalten und zu verteilen. Während der Fahrt kann er einen voll besetzten Bus, insbesondere im Falle eines Gelenkbusses, nicht komplett überblicken. Auch hier können die Schulwegbegleiter unterstützend wirken.
  Bei der Hinfahrt loser Keil am Boden, ein Fahrkartenautomat defekt; bei der Rückfahrt Schmierereien und angebrannte Polster im Bus, zwei Nothämmer fehlten Die Busse werden bei der Ausfahrt aus dem Betriebshof und nach der Einfahrt kontrolliert. Fahrzeuge mit Vandalismusschäden werden  einbehalten und wieder hergestellt. Somit soll auch die hohe Vandalismusquote durch Nachahmung von vornherein minimiert werden. Entwendete Nothämmer werden nachgerüstet und vorschriftsmäßig befestigt.Fahrkartenautomaten sind in den Werner-Bussen nicht vorhanden.
  Bei der Rückfahrt hoher Lärmpegel im Bus Dies entzieht sich leider dem Einfluss des Fahrers. Hier kann nur an die Schüler appelliert und durch die Schulwegbegleiter positiv eingewirkt werden.
Bei der Hinfahrt Höchstgeschwindigkeit gravierend, bei der Rückfahrt erheblich überschritten; Fahrer durch Gespräche abgelenkt Hier benötigt Werner die Angaben des ADAC zu Tag und Uhrzeit, um mit dem Fahrer sprechen zu können sowie die Tachoscheibe des Fahrzeugs auf die Höhe der gefahrenen Geschwindigkeit überprüfen zu können.
Bei der Hinfahrt Endhaltestelle an der Front des Busses nicht angegeben Es werden Busse mit elektronischen Zielanzeigern oder mit Vorsteck-Schildern hinter der Frontscheibe eingesetzt. Auch hier benötigen wir vom ADAC zur Überprüfung des Hinweises Detailangaben zu Tag,  Uhrzeit und Kennzeichen.
Bei der Rückfahrt hinterließen Schüler viel Müll im Bus Leider haben wir als Verkehrsunternehmen darauf keinen Einfluss, wünschten uns aber, dass die Schüler von sich aus den Bus sauber zurücklassen.

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