Abellio stärkt Mittelstand

Bustochter kooperiert im Hochtaunuskreis mit örtlichen Mobilitätsdienstleistern

Am 14. Dezember wird die Verkehrsgesellschaft Mittelhessen GmbH (VM) aus Weilburg, ein Tochterunternehmen der Abellio Bus GmbH, im Hochtaunuskreis, im sogenannten Linienbündel „HTK Nord“, ihren Betrieb aufnehmen. Das vom Verkehrsverband Hochtaunus (VHT) ausgeschriebene Linienbündel bedient den nördlichen Teil des Hochtaunuskreises mit den Städten Usingen, Neu-Anspach und Wehrheim. Sämtliche dortigen Buslinien, mit insgesamt 0,7 Mio. Nutzwagenkilometern pro Jahr, sind im Rahmen eines Integralen Taktfahrplanes als Zubringerverkehr zur Taunusbahn konzipiert.

„Hier lag es für uns nah, sich mit einem Kenner der Verkehre in der Region zusammenzutun“, kommentiert Bernd Wölfel, Geschäftsführer der Abellio Bus GmbH, die Kooperation mit einem mittelständischen Busunternehmen. Frank Weber, Geschäftsführer des Busunternehmens Ohly & Weber Reisedienst GmbH, dem seit 1930 bestehenden Familienunternehmen aus Neu Anspach, ist der neue Partner der VM. Von den 28 eingeplanten Bussen wird er mit neun Linienbussen, davon vier Neufahrzeuge, den VM-Verkehr im HTK Nord mitbedienen und stellt im Rahmen eines Servicevertrags neben Abstellflächen auch die Betankung und Außenwäsche von VM-Bussen sicher. „Wir freuen uns, von Herrn Weber und seinem Team sachkundig unterstützt zu werden“, so Bernd Wölfel.

Mit diesem Angebot kann im Hochtaunuskreis eine Lücke zwischen dem Kerngebiet der VM (Lahn-Dill-Kreis, Kreis Limburg-Weilburg, Kreis Marburg-Biedenkopf) und dem Linienbündel Friedberg im Wetteraukreis geschlossen werden. Eine durchgehende Bedienung wird somit erstmals möglich. Und nicht nur ein etabliertes Busunternehmen wird bei der Durchführung des Linienverkehrs in HTK Nord an der Seite von VM fahren, sondern auch ein bekanntes Taxiunternehmen, Klaus Knöpp aus Grävenwiesbach. Knöpp wird die sogenannten AST-Verkehre (Anruf-Sammel-Taxi), ergänzend zum Buslinienverkehr, durchführen.

Damit bleibt Abellio auch im Busbereich der Abellio-Guppe der Devise treu, nach Möglichkeit Dienstleister und Zulieferer aus der Region zu beauftragen und Kooperationen mit mittelständischen Unternehmen einzugehen. Dazu gehört auch der Wunsch, qualifiziertes Fahrpersonal aus der Region einzustellen, um auch hier Arbeitsplatzschaffung und lokale Kompetenz miteinander verbinden zu können.