Falschmessung des ADAC nachgewiesen!
Schülerverkehr durch Verkehrsgesellschaft Werner in Bensheim sicher
96 km/h auf der Werner-Linie 676? Die ADAC-Tester mussten eingestehen: nicht haltbar!
Das veröffentlichte Messergebnis des ADAC kippte während einer Demonstrationsfahrt am 22. Juli im selben Bus der Verkehrsgesellschaft Werner und auf derselben Strecke. Die Motordrosselung ab 83 km/h war eindeutig.
Damit sind auch die weiteren Geschwindigkeitsmessungen zwischen Langwaden und Bensheim in Frage zu stellen.
Während der ADAC fordert, dass die Geschwindigkeitsüberwachung auf deutschen Straßen mit geeichten und zertifizierten Geräten erfolgt, hat der Automobilclub seine eigenen Geschwindigkeitsmessungen im Schülerverkehr mit einem handelsüblichen GPS-Gerät durchgeführt.
„Die ADAC-Testergebnisse sind nicht mehr glaubhaft“, resümiert Dr. Friedrich-Wilhelm Rademacher, Geschäftsführer für den Bereich Bus des Mutterunternehmens Abellio.
Von Entrüstung bis hin zu Unverständnis auch die Reaktionen von den Mitgliedern des Kreistagsausschusses für Schule und Sozialpolitik in Heppenheim, Landkreis Bergstraße, zur ADAC-Methodik. Dort war der Schulbustest am 22. Juli Tagesordnungspunkt einer Sondersitzung.
Ausgesprochen positiv für Werner waren die Rückmeldungen der anwesenden Vertreter des Verkehrsverbundes VRN, der selber Qualitätstests durchführt, des Regierungspräsidiums Darmstadt, zuständig für die Konzessionsvergabe, und der Kreiselternschaft, die sich direkt mit den Belangen von Eltern und Schülern auseinandersetzt.
Wie auch Landrat Matthias Wilkes appellierte Dr. Rademacher nochmals an die ADAC-Vertreter, die Testergebnisse offen zu legen. „Wie sollen wir im Falle echter Mängel diesen nachgehen können, wenn wir nicht wissen, wann, wo und durch wen sie verursacht wurden?“ Rademacher bot an, dem ADAC zur Vorbereitung weiterer Tests mit den eigenen Unternehmensexperten beratend zur Seite zu stehen.