KVG Dreiländereck hofft auf Annahme des fairen Angebotes durch ver.di
- Warnstreik im Dreiländereck brachte Schulbusverkehr zum Erliegen
- Aufgebrachte Eltern zeigten kein Verständnis
Der von ver.di am Dienstag, den 06. September 2011, durchgeführte Warnstreik bei der Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländereck mbH führte auch zum Ausfall von 80% des Schülerverkehrs im Raum Löbau und Zittau.
Alfons Dienel, Geschäftsführer der KVG: „Seit dem frühen Morgen standen unsere Telefone nicht mehr still. Wir erhielten Anrufe von aufgeregten und verärgerten Eltern, deren Kinder vergeblich auf den Schulbus warteten. Teilweise konnten diese Eltern erst von Passanten darüber informiert werden, dass sie ihre Kinder an der Bushaltestelle abholen sollten. Erst ab etwa 09.00 Uhr begann die Situation sich zu entspannen. Ich will ver.di das Recht auf Warnstreiks nicht absprechen, kann aber als Familienvater die Wut der Eltern sehr gut verstehen.“
Während der innerstädtische Verkehr in Löbau problemlos durchgeführt werden konnte, erreichten beispielsweise in Zittau, Großschönau, Neugersdorf, Bernsdorf und Umgebung viele Schülerinnen und Schüler erst mit erheblichen Verspätungen ihre Schulen.
In Löbau selbst ist ein Subunternehmen im Auftrag der KVG tätig.
Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KVG wird augenblicklich ein neuer Haustarifvertrag verhandelt. Nach bisher drei konstruktiv verlaufenen Verhandlungsrunden findet das nächste gemeinsame Gespräch am Mittwoch, den 07. September 2011 statt.
Zuletzt waren die Gehälter der KVG-Mitarbeiter im Jahr 2010 um 4% erhöht worden.
Die Geschäftsführung der KVG ist zuversichtlich, bei diesem Gespräch einen weiteren Schritt in Richtung einer gemeinsamen und für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber tragfähigen Lösung zu kommen. Im Busbereich herrscht bundesweit ein scharfer Preiswettbewerb, der auch auf die anstehenden Ausschreibungen der Busverkehre der Region Auswirkungen haben wird. Daher liegt allen Beteiligten sehr daran, durch einen tragfähigen Kompromiss die Arbeitsplätze im Unternehmen langfristig zu sichern.
Alfons Dienel: „Wir haben ein überzeugendes und faires Angebot mit Einmalzahlung, prozentualer Erhöhung und weiterer Leistungen vorgelegt. Ich hoffe, dass ver.di dies am morgigen Verhandlungstag erkennt und wir im Sinne aller Beschäftigten zu einem guten Abschluss kommen.“
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Die Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländereck mbH gehört zu den führenden
Verkehrsdienstleistungsunternehmen in Sachsen. 150 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter erbringen mit einer modernen Flotte von über 80 Linien- und
Reisebussen jährlich mehr als 4,5 Millionen Fahrzeugkilometer. Das zur
deutschen Abellio GmbH gehörende Unternehmen hat seinen Hauptsitz in
Zittau. Vier weitere Service- und Logistikstandorte befinden sich
jeweils in unmittelbarer Nähe der bedienten Linienbündel.