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Bundessieger des Wettbewerbs „Eisenbahner mit Herz“ kommen von Abellio Rail Mitteldeutschland

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  • Maria Voigt und Dirk Otte für vorbildliches Verhalten mit der Goldmedaille geehrt
  • Auszeichnung durch Allianz pro Schiene in Berlin

Die Sieger des Wettbewerbs „Eisenbahner mit Herz 2017“ wurden in Berlin gekürt: Mit Gold ehrte die Jury zwei Mitarbeiter von Abellio Rail Mitteldeutschland, die mit kühlem Kopf eine Messerstecherei in einem Zug bewältigt haben. Triebfahrzeugführer Dirk Otte und Kundenbetreuerin Maria Voigt „sind trotz der Gefahr für das eigene Leben vorbildlich für die Verletzten und ihre Fahrgäste dagewesen“, urteilte die Jury. Der Preis ist eine Anerkennung für das, was die beiden Abellio-Mitarbeiter geleistet haben.

In den späten Vormittagsstunden des 16. Januars 2017 waren in einem Abellio-Zug zwischen Halle und Wolferode zwei Männer in einen handgreiflichen Streit geraten, der letztlich in einer blutigen Messerstecherei endete. Kundenbetreuerin Maria Voigt hatte während der Fahrkartenkontrolle bemerkt, dass die Situation zwischen den beteiligten Personen eskalieren könnte, und informierte mittels Bordfunk den Triebfahrzeugführer des Zuges Dirk Otte. Sie konnte aber nicht verhindern, dass einer der beiden Fahrgäste sein Messer zog und auf den anderen einstach. Voigt informierte den Lokführer sofort über die dramatische Zuspitzung und versuchte, die beiden Streitenden zu trennen, was ihr aber nicht gelang. Als auch noch die Begleiterin des angegriffenen Mannes in den blutigen Konflikt hineingezogen wurde, leistete sie der Frau erste Hilfe. Währenddessen brachte Triebfahrzeugführer Dirk Otte den Zug im Bahnhof Wolferode zum Stehen und eilte zum Tatort. Als er seine Kollegin unversehrt fand, half er ihr bei der Erstversorgung der Opfer und kümmerte sich gemeinsam mit der Kundenbetreuerin darum, dass alle Fahrgäste schnellstmöglich den Zug verlassen konnten.

Einsenderin Clara Münzer, die den Vorfall im Zug miterlebt hat, ist voll des Lobes: „Das Bahnpersonal hat hervorragend reagiert. Der Zug hielt so schnell wie möglich an der nächsten Station und die Fahrgäste wurden sofort nach draußen geschickt.“ So konnten sich die Abellio-Mitarbeiter um die Verletzten kümmern. „Dabei bewahrten die beiden Mitarbeiter jederzeit die Ruhe“, schreibt die Einsenderin, die erstaunt ist, wie es die Eisenbahner schafften, sich auch noch um ihre Fahrgäste zu kümmern. „Für beide war der Vorfall sichtlich belastend. Also: Großes Lob an Maria Voigt und Dirk Otte für ihr besonnenes Handeln!“

Dr. Roman Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung von Abellio Rail Mitteldeutschland, ist stolz auf seine Mitarbeiter: „Der Einsatz unserer Kollegen verdient allerhöchsten Respekt! Die eigene Gesundheit aufs Spiel zu setzen, um andere Personen, gleich ob unmittelbar Beteiligte oder auch die anderen Fahrgäste, zu schützen, geht weit über das hinaus, was wir von unseren Mitarbeitern erwarten können“, so Müller.

Für Abellios Deutschland-Chef Stephan Krenz ist Sicherheit in Zügen ein wichtiges Thema. „Unsere Kollegen haben beispielhaft gehandelt und dafür größtes Lob verdient. Die hohe Besetzungsquote unserer Züge mit Kundenbetreuern vermittelt ein spürbar besseres Sicherheitsgefühl unserer Fahrgäste. Unsere Deeskalationstrainings zeigen Erfolg“, so CEO Stephan Krenz bei der Siegerehrung in Berlin. Der Abellio-CEO nutzte die Gelegenheit, um für Nachwuchs in dieser Berufsgruppe zu werben. „Das ist kein Job wie jeder andere, denn diese Mitarbeiter übernehmen Verantwortung und sorgen dafür, dass unsere Reisenden sicher, pünktlich und bequem ihr Ziel erreichen“, so Krenz.

Kundenbetreuer und Triebfahrzeugführer sind herausfordernde Tätigkeiten, denen durch den Wettbewerb „Eisenbahner mit Herz“ zumindest einmal im Jahr die Aufmerksamkeit zuteilwird, die sie sich durch ihren Job mit viel Einfühlungsvermögen in ständig wechselnden Szenarien verdient haben. Der vom Bündnis Allianz pro Schiene initiierte Wettbewerb findet in diesem Jahr zum siebten Mal in Folge statt. Die Zahl der Einsendungen ist seit dem Start auf über 1.400 angewachsen. Allein in diesem Jahr wurden rund 160 Vorschläge eingereicht.

Silber erhielt der Zugbegleiter Sadik Tubay von National Express, der die Notlage einer Flüchtlingsfrau ohne Fahrkarte mit kreativen Dolmetscherkünsten löste. Bronze gewannt der ICE-Zugbegleiter Christian Mainka von DB Fernverkehr München, der eine versprengte Reisegruppe aus den USA wieder zusammengeführt hat.

Der Sonderpreis Naturschutz ging an den DB Cargo-Lokführer Kai Steinkamp, der eine verletzte Eule zwischen den Rädern seiner Lokomotive geborgen und der Tierrettung übergeben hat.

Neben den Bundessiegern kürte die Jury auch Landessieger aus neun Bundesländern. Mehr Informationen zum Wettbewerb und zu den Siegern finden Sie unter nachfolgenden Links. Übrigens nimmt Allianz pro Schiene ab sofort wieder Geschichten von Bahnkunden für die nächste Runde entgegen: www.eisenbahner-mit-herz.de

Weitere Informationen

Dirk Flege (l.), Geschäftsführer Allianz pro Schiene; Dr. Roman Müller (2.v.l.), Vorsitzender der Geschäftsführung Abellio Mitteldeutschland und Abellio-CEO Stephan Krenz (r.) zeichnen Maria Voigt und Dirk Otte aus. / Foto: Allianz pro Schiene 
Die Abellio-Mitarbeiter überzeugten durch ihr beherztes Agieren bei einer Messerstecherei. Auch Dr. Roman Müller (l.) übermittelt seine Glückwünsche. / Foto: Abellio  
Viel Lob von der Jury für die beiden Abellio-Mitarbeiter. Dirk Flege (l.) und Karl-Peter Naumann ehren Maria Voigt und Dirk Otte. / Foto: Abellio  
Ein großes Herz für die diesjährigen Bundessieger von "Eisenbahner mit Herz". / Foto: Allianz pro Schiene